Stammkursfahrt nach Florenz

Stammkursfahrt nach Florenz

Die Abschlusskursfahrt der Leistungskurse Geschichte von Frau Laube-Wolf und Sozialkunde von Herrn Dietrich ging vom 18. bis zum 24. Juni 2017 nach Florenz, was wir vor einem Jahr demokratisch und mit deutlicher Mehrheit gegenüber der Alternative Prag beschlossen hatten!

 

Schon am Sonntagabend ging die Fahrt los: Pünktlich um halb neun warteten wir bereits auf den Reisebus und um neun ging es dann los. Während der vierzehnstündigen Nachtfahrt gab es mehrere kürzere und längere Pausen sowie einen Busfahrerwechsel in Basel. Der Schlaf hielt sich also schon zu Beginn der Fahrt in Grenzen. Die Schweiz mit ihren Bergen und Seen durchquerten wir im Dunklen, doch die wunderschöne Landschaft der Toskana konnten wir später am Tag mit einem Vorgeschmack auf ihre Hauptstadt genießen. Die Temperaturen stiegen (über dreißig Grad) und wir näherten uns unserem Ziel, dem Hotel Piccadilly. Um circa 15 Uhr waren wir dann dort, nachdem wir mehrere Hürden, wie zum Beispiel die Einfahrtsgebühr in die Stadt oder die vergebliche Parkplatzsuche geschafft hatten. Naja fast, es gab ja noch die Zimmerverteilung… Als sich schließlich alles geklärt hatte, stand uns der Rest des Tages zu freien Verfügung. Der Weg ins alte Stadtzentrum war nicht weit und einfach zu finden. Bereits im Vorfeld hatten wir ein paar Insidertipps an guten und günstigen Restaurants und Eisläden von Frau Auer bekommen, die nun natürlich gerne ausgetestet wurden. Also Pizza und Pasta und dann Eis. Oder umgekehrt! Auch die historischen Gebäude im Stadtkern konnten wir nicht übersehen!

 

Am zweiten Tag in Florenz gab es schon um 8:30 Frühstück - das war schlimmer, als montags pünktlich zu sein! Zudem wurde man davon nicht satt…

Um 10 Uhr begann anschließend unsere Stadtführung unter dem Aspekt des mittelalterlichen Florenz. Durch die Vorträge in der Projektwoche hatten wir bereits viel über die Stadt- und Familiengeschichte erfahren, was nun mit Eindrücken und neuen Infos ergänzt wurde.

Von unserem Hotel aus ging es Richtung Bahnhof zur „Santa Maria Novella“, einer gotischen Kirche mit einer dekorativen Fassade, über Marktplätze und vorbei an imposanten Gebäuden einflussreicher Familien in Florenz, darunter auch den Medici (die reichen Familien der Stadt führten damals Krieg gegeneinander und errichteten sich so ihre eigenen Festungen mit Türmen und massiven Mauern innerhalb der Stadt), hin zur „Ponte Vecchio“. Diese Brücke führt über den Arno und prägt das Stadtbild.

Bei der „Galleria degli Uffizi“ gab es einige interessante Statuen zu sehen, darunter auch eine Nachbildung des „David“ von Michelangelo. Direkt daneben war das Rathaus, mit einem Trinkwasserbrunnen: Mit und ohne Kohlensäure! Diese Wasserquelle war während unseres Aufenthaltes unsere Rettung, vor allem da sie nie versiegte… Danach war erstmal „Siesta“ angebracht. Unsere Lehrkräfte luden noch zu einer freiwilligen Unternehmung zum „Palazzo Pitti“ der Familie Medici ein. Diese wurde aufgrund der Warteschlange und den Eintrittspreisen umgestaltet zu einer Wanderung zum „Piazzale Michelangelo“. Der Anstieg lohnte sich sehr, denn von oben konnte man ganz Florenz mit allen seinen Sehenswürdigkeiten erblicken! – Den echten David haben wir leider auf unsere Kursfahrt nie gesehen… Der Abend blieb uns wieder zu freien Verfügung, ein bisschen kannten wir uns ja schon aus!  

 

Der nächste Tag begann mit einem freien Vormittag und ging weiter mit einem Besuch des „Leonardo da Vinci“-Museums. Um die Räumlichkeiten der Einrichtung nicht zu überfüllen, teilten wir uns auf und die eine Gruppe wurde bestens mit Pizza und Getränken versorgt, währenddessen die anderen Da Vincis Nachbildungen begutachteten. Denn der Maler und Bildhauer hatte viel mehr Leidenschaften: Er war fasziniert von der Architektur, der Mechanik, dem Fliegen und der Anatomie des Menschen. Trotz der starken Hitze gingen einige anschließend zusammen mit den Stammkursleitern noch mal zum „Palazzo Pitti“, aber dieses Mal in den „Giardino di Boboli“, den einige schon in den frühen Morgenstunden besucht und empfohlen hatten. Das Gelände war riesig und sehr verwinkelt, sodass wir gar nicht alles anschauen konnten, der Hunger (nach Pizza) und die Hitze machten uns zudem zu schaffen. Trotzdem wurden wir nicht enttäuscht: Schön angelegte Terrassen, Alleen und Springbrunnen erwarteten uns!

Und als Florenz sich abkühlte, leerte sich auch unser Hotel wieder…

 

Am darauf folgenden Tag hatten wir viel vor: Um halb zehn ging es schon los nach Lucca, einer etwas kleineren Stadt in Meeresnähe. Dort hatten wir dann zwei Stunden Zeit, um den gut erhaltenen antiken Stadtkern zu erkunden. Schon als wir die Stadtmauern sahen, mussten wir an die Römer denken – was in Florenz nicht der Fall gewesen war. Die Zeit ging sehr schnell um und wir konnten leider nicht viel von der schönen Stadt sehen.

Viele zog es zur der Kirche „San Michele “ auf dem Marktplatz oder dem „Piazza dell´Anfiteatro“, einem Häuserring um einen Platz, der seine Form von einem römischen Amphitheater übernommen hat. Anschließend bot es sich an, auch noch an das ein paar Kilometer weiter entfernte Ligurische Meer bei der Stadt Viareggio zu fahren. Der Strand war zwar durch die vielen Privatstrände sehr begrenzt, doch ein Plätzchen zum Sonnen und Baden haben wir trotzdem gefunden! Allzu groß war die „Abkühlung“ im Meer allerdings nicht – sie tat aber trotzdem gut. Einen unerwarteten Schrecken jagten uns die Quallen ein, deren Stiche uns teilweise wieder an den Strand trieben. Nachdem wir genug Sonne getankt hatten, ging es wieder zurück nach Florenz.

 

Da wir uns schon ziemlich gut in der Stadt auskannten, waren die Pläne für den letzten Abend schnell gemacht: So trafen wir uns in einer Bar und hatten einen lustigen Abend, na ja Morgen…

 

„Ausgeschlafen“ und pünktlich haben wir am Freitag die Zimmer um 9 Uhr verlassen und uns blieb noch ein bisschen Zeit, Florenz zu genießen und „Arrivederci!“ zu sagen. Kurz nach zwölf holte uns der Bus ab und wir ließen die Stadt und die Toskana langsam hinter uns. Die Hitze allerdings nicht…

In der Schweiz gab es ein unerwartetes Zusammentreffen mit den Erdkundekursen, die aus Rom kamen und uns irgendwie eingeholt hatten!? Es gab viel zu erzählen, doch die Fahrt ging bald weiter. Das Wettrennen nach Hause haben sie eindeutig gewonnen! Denn unser Ersatzbusfahrer hatte Verspätung mit der Bahn und so saßen wir zwei Stunden in Basel fest… Gegen eine Verlängerung der Kursfahrt hätte kaum jemand etwas gehabt, doch wir befanden uns am falschen Ort. Ein etwas überteuerter McDonald’s um die Ecke rettete etwas unsere Laune und Hunger. Um 5 Uhr morgens kamen wir dann in Nastätten an.

 

Ein Gruppenfoto?  - Ja, das fehlt, aber hier sehen wir einen Großteil der Gruppe interessiert den Ausführungen unseres Stadtführers Tomaso lauschend. Die Kursfahrt nach Florenz war auch ohne Gesamtfoto sehr schön. Manchmal war die Planung etwas „spontan“, aber das kennen wir ja von unseren Kursleitern… und so blieb uns genügend Gelegenheit, Florenz schließlich wie unsere Westentasche kennenzulernen.

 

 

 

 

 

 

Verfasserin: Aileen Gnewuch, Stammkurs Geschichte 12

Bildquellen: Eigene Aufnahmen