Sucht und Gewaltprävention

Sucht – und Gewaltprävention

 

Sucht und Gewalt haben viele Ursachen.

Wenn Kinder sich schwach und ohnmächtig und als Opfer fühlen, greifen sie eher zu Drogen oder werden gewalttätig:

 

Mit Alkohol fühlt man sich stärker und sicherer.
Rauchen hilft, Unsicherheit zu überspielen.
Drogen geben einem das Gefühl, in einer Gruppe stark zu sein, sich abzusetzen gegenüber denen, die sich nicht trauen.
Kinder, die erfolgreich Gewalt ausüben, fühlen sich dadurch überlegen und stärker.

 

Kinder, die sich nichts zutrauen, glauben, dass sie nichts Besonderes sind, keine besonderen Fähigkeiten haben, greifen leichter zu Drogen und zu Gewalt.

Kinder, die sich langweilen, deren Leben arm an interessanten Dingen ist, interessieren sich für die Geschichten der Älteren, von tollen Drogenerfahrungen, coolen Saufereien und Prügeleien.

Kinder, die sich einsam und ungeliebt fühlen, suchen oft die Nähe von Gruppen, in denen sie sich aufgehoben glauben. Diese Kinder sind anfälliger für Gruppenzwänge und bringen sich gerade deshalb in Gefahr.

Viele Ursachen, die zur Sucht führen können, haben mit Gewalterfahrungen und Mobbing zu tun. Mobber wiederum genießen die Macht, die sie durch ihre Gewalt über andere haben – und verbergen dahinter ihre Unsicherheit und ihr mangelndes Selbstvertrauen.

Wir können nicht verhindern, dass  Kindern Drogen angeboten werden.

Vielleicht kommen Kinder mit Gewalt, auch mit sexueller Gewalt in Berührung. Auch das können Erwachsene nur schwer verhindern.

Aber starke Kinder können sich besser wehren, können „Nein“ sagen, wenn sie spüren, dass etwas nicht richtig ist. Sie sind eher in der Lage, Hilfe zu suchen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere.

 

Es kommt darauf an, Kinder stark zu machen.

 

Die Gewalt- und Drogenprävention der Schule verfolgt die Ziele:

 

Das Selbstvertrauen zu stärken: die Kinder sollen ihre Fähigkeiten erkennen, spüren, dass sie etwas Besonderes sind, dass niemand so ist wie sie und niemand genau ihre Stärken hat.
Eigene Erfahrungen machen: den Kindern die Möglichkeit zu geben ihre Kräfte und Grenzen kennenlernen.
Leben in der Gemeinschaft: gemeinsame Regeln einzuüben, Rücksicht auf andere zu nehmen und als Gruppe erfolgreich zusammen zu arbeiten.