Synagogenbesuch Wiesbaden

Exkursion zur jüdischen Synagoge in Wiesbaden

Im Rahmen der Reihe „Ältere und jüngere Geschwister – Juden und Christen“ hat der 10er-Relikurs von Frau Eisenberg die jüdische Synagoge in Wiesbaden besucht.

Die Synagoge liegt versteckt in einem Wiesbadener Hinterhof und ist von außen kaum als Sakralgebäude zu erkennen. Leider mussten wir das Gelände durch Sicherheitstüren betreten und wieder verlassen, da die Synagoge immer wieder Angriffen ausgesetzt ist.

Über der Eingangstür sind hebräische Schriftzeichen zu sehen und eine Schrifttafel erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. Vor dem Betreten der Synagoge mussten die Jungs die sogenannte Kippa aufsetzen, ein Käppchen, das auf den Kopf gelegt wird und die Ehrfurcht vor Gott symbolisiert.

Der Innenraum ähnelt dem Aufbau einer Kirche. Das Gebäude hat an einer Seite eine halbrunde Ausbuchtung, die nach Jerusalem im Osten ausgerichtet ist. In dieser Ausbuchtung befindet sich ein Vorhang, wohinter die Tora (1.-5- Buch Mose) in Schriftrollen aufbewahrt wird. Vor jeder Sitzreihe sind Schließfächer, in denen Gebetsutensilien aufbewahrt werden können, da das Tragen dieser Utensilien als Arbeit am Sabbat verboten ist.

Wir fanden schön, dass für verstorbene Gemeindemitglieder in der Synagoge eine Glühbirne erleuchtet wird, die zur Erinnerung an die Person ein Jahr lang brennt.

Neben der Führung durch die Synagoge hat Herr Landau, ein Gemeindemitglied, über die wechselhafte und leider traurige Geschichte der Juden in Wiesbaden und Deutschland und vom Alltag in einer jüdischen Gemeinde berichtet.

Insgesamt hat uns der Besuch in der Synagoge gut gefallen, da wir einen Einblick in eine andere und uns fremde Religion erhalten haben.

Luca Bingel, 10a